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  • Le Corbusier - der Meister
  • Charles Eames - ein wahrer Klassiker
  • Eileen Gray – Eine Irin im Pariser Wandel
  • Mies van der Rohe vs. Le Corbusier
  • LC2 Sessel – LC2 Armchair
  • LC1 Safari-Chair, LC1 Basculant
  • LC4 Ruheliege – LC4 Chaiselongue
  • LC6 Diningtable – LC 6 Esstisch
  • LC7 Drehstuhl - LC7 Swivel Chair
Le Corbusier LC2 Sessel ist so berühmt, dass er bereits parodiert wurde, und zwar in einem entsprechend geformten Würfel (inklusive Kissen) aus Beton – ein Anspielung auf Le Corbusiers Vorliebe für Beton in der Architektur. Der LC2 Sessel von Le Corbusier ist sozusagen die moderne Quintessenz eines Sessels und kommt dem, was man vom platonischen Standpunkt as als Idee des modernen Sessels bezeichnen könnte, ziemlich nahe. Ganz im Sinne des ausgehenden Art-deco-Zeitalters arbeitet Le Corbusier mit einfachen Formen und starken Kontrasten. Le Corbusiers strenge Form des LC2 Sessel lässt Raum für Variationen. Wie aus alten Konstruktionszeichnen des Teams von Le Corbusier hervorgeht, waren die Kissen ursprünglich mit Federn gefüllt, was die kubische Anmutung deutlich zurücknahm. Wie ein Prophet verkündete Le Corbusier unermüdlich die moderne Formgebung, wenngleich sich- wie so oft bei Propheten – nicht alles, was Le Corbusier propagierte, als segensreich herausgestellt hat.
Der LC1 Safari-Chair kann eine gewisse Ähnlichkeit mit Breuers Wassily nicht verleugnen, zeigt aber gegenüber der spröden Bauhaus-Formgebung eine der französischen Art deco verwandte Ästhetik. Die Bespannung mit Fell gibt Le Corbusier eine extravagante Note. Es trifft sozusagen kalte Technik auf warme Natur. Der LC1 Basculant ist der erste aus einer Reihe von 15 Metallmöbeln, die Le Corbusier mit seinem Team innerhalb eines Jahres entwarf. Alle Möbel die Le Corbusier in diesem Jahr mit seinem Team entwarf wurden alles Klassiker und gehören heute zum festen Bestandteil modernen Wohnens. Schön, dass Le Corbusier im Entwerfen von Möbeln einer seiner großen Begabungen und auch Bestätigungen fand.
Die LC4 Liege von Le Corbusier ist nicht nur funktionell und modern, sie ist auch ausgesprochen elegant und unverwechselbar. Sie basiert auf dem Prinzip, dass ein Bogen auf ein Gerüst aufruht, mit dem er nicht fest verbunden ist, sondern auch verschoben werden kann, so dass sich der Sitzwinkel verändern lässt. Dazu muss man sich jedoch erheben, was jedoch ein wahrer Anhänger von Le Corbusier gern auf sich nimmt, um damit dem großen Meister seine Reverenz zu erweisen. Um 1930 wurde die Lc4 Liege erstmals von Thonet hergestellt. Le Corbusiers Lc4 Liege ist nicht ein einfaches Möbel, eine bloße Liege zum Entspannen, eine Ruhemaschine – die LC4 Liege ist ein Mythos. Lange hat sich der große Architekt und Theoretiker – Le Corbusier – mit der Idee beschäftigt, die im Kern auf einen Liegestuhl von William Morris zurückgeht. Le Corbusier gehört heute unter anderem auch wegen seiner Möbelentwürfe, die zu den Schönsten, Einprägsamsten und Dauerhaftesten gehören, zu den einflussreichsten Gestalten des 20. Jahrhunderts. Vieles, was Le Corbusier erhoffte und erstrebte, hat sich erfüllt. An seiner LC4 Liege gibt es jedenfalls nichts zu deuteln.
Ähnlich wie bei Le Corbusier LC2 Sessel suchte das Le Corbusier Team auch hier die starken Kontraste zwischen schmal und breit, dick und dünn, massiv und durchsichtig. Sowohl in Aussehen wie Material nimmt der Le Corbusier LC 6 Tisch das High-Tech-Zeitalter, dass sich durch die Verwendung offener Strukturen, wie z.B. offenliegender Rohre, oder den Gebrauch von Industriematerialien auszeichnet, vorweg. Le Corbusier wollte, dass sein Tisch aus Flugzeugmaterial bestehe und in einer großen Fabrik hergestellt würde. Heute wirkt der LC6 Tisch von Le Corbusier ebenso eigenwillig wie zeitlos. Der Anmutungscharakter ist zudem abhängig davon, ob der LC6 Tisch die Glasplatte oder die Holzplatte trägt.
Im Grunde handelt es sich bei dem LC7 Drehstuhl um eine Erweiterung des LC8 Drehhockers von Le Corbusier. Typisch für den Aufbau dieses Möbels ist der Gegensatz der Formen und Materialien. Darin erweist sich der LC7 Drehstuhl als Repräsentant einer Zeit, in der diese formalen Kontraste geradezu auf die Spitze getrieben wurden. Denn bei diesem LC 7 Stuhl verbindet sich maximale formale Spannung mit Einfachheit und Einheitlichkeit, und in dieser Paradoxie liegt das Geheimnis dieser Entwürfe. Mit dem LC2 Sessel ist es Le Corbusier gelungen einen außergewöhnlichen Sessel zu kreieren, der aber industriell gesehen in großen Mengen kaum produzierbar ist. Die Kurven des LC2 Sessels sind so eng gestaltet, dass sie durch ein einfaches Biegen des Stahlrohrs nicht realisiert werden können. Jede Kurve besteht aus mehreren Teilstücken, die jeweils gesondert gebogen werden müssen bevor sie mit den anderen Rohren verschweißt werden können. Anschließend müssen die Kurvenzwischenräume mit einer speziellen Stahlcreme ausgefüllt und vor der Verchromung akkurat poliert werden. Diese aufwendigen manuellen Arbeitsschritte sind der Grund für den hohen Preis des LC2 Sessels. Le Corbusier schien sich für die Probleme der Massenproduktion nicht zu interessieren. Mit dem LC2 Sessel, dem LC3 Sessel und als auch dem Basculant wollte sich Le Corbusier formal und vielleicht auch philosophisch der Frage der "technischen Reproduktion" (siehe Walter Benjamin) annähern, ohne sich jedoch minimal um die technische Umsetzung zu kümmern. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist der LC2 Sessel zum
  • Lounge Chair mit Ottoman a la Charles Eames
  • Ellipse Tisch a la Charles und Ray Eames
Der Lounge Chair ist für viele Bauhausklassiker Liebhaber der Inbegriff von modernem Luxus und Sitzkomfort. Im Gegensatz zu Mies van der Rohe Barcelona Sessel, an dem ein zwar repräsentativer, aber zugleich doch formstrenger und asketischer, sozusagen bekennerischer Zug zum Tragen kommt, ist es beim Lounge Chair die pure Genießerlaune der Kenner, die auf die technischen Segnungen des 20. Jahrhunderts setzen. Der Lounge Chair ist trotz seiner Modernität und richtungsweisenden Schalenbauweise auf Aluminiumgestell aus den 50er Jahren – eine Herkunft, die er kaum verleugnen kann – heute bereits ein Legendärer Bauhaus Klassiker, der Lounge Chair ist sozusagen das Nonplusultra an Sitzkomfort und gepflegtem Wohnstil, auf dem kein Designermöbel Fan, der etwas auf sich hält, verzichten kann. Dabei ist der Lounge Chair von Charles Eames, verglichen mit beispielsweise dem Barcelona Sessel, durchaus als preiswert und im Gegensatz zum üblichen Kaufhausramsch als solide Kapitalanlage zu bezeichnen. Dieser Lounge Chair von Charles Eames vergreist nicht, verschleißt kaum, wird nicht unmodern, sondern altert mit Würde und Schönheit, der Lounge Chair ist unverwüstlich und immer vom Flair des Besonderen umweht. Gerade stilbewußte Bauhaus Classics Liebhaber werden sich daran begeistern, denn hier wird Form wirklich aus der Funktion entwickelt. Der Lounge Chair wurde übrigens ursprünglich für den berühmten Filmregisseur Billy Wilder entworfen. Und weil der Lounge Chair absolut komfortabel ist und nicht nur Billy Wilder das fand, steht er heute als der Bequemlichkeits Klassiker der Bauhauszeit schlechthin da. Charles Eames wird heute in seinem Fach zu den ganz Großen gerechnet, der sich mit dem Lounge Chair selbst ein Denkmal gesetzt hat.
Dieser niedrige Ellipse Tisch von Charles und Ray Eames mit seiner elliptischen, eleganten Form erhielt wegen seiner an ein Surfbrett erinnernden Form schon bald den Spitznamen "Surfboard Table". Mit den beiden verchromten Untergestellen bezieht sich der Tisch formal auf das von Charles Eames vielfach variierte Thema der gebogenen und zu einer statisch festen Konstruktion verschweissten Stahldrähte. Unter den Bauhaus Klassiker Fans nennt man den von Charles und Ray Eames entworfenen Tisch auch einfach den Smoking-Table.
Für viele steht der Name Eileen Gray stellvertretend für die Entdeckung moderner Lackkunst. Sieht man genauer hin, findet man eine beachtliche Bandbreite in dem Werk der gebürtigen Irin Eileen Grays.. Im Angebot von firstclassdesign ist sie mit ihrem Bibendum Sessel, dem Monte Carlo Sofa, dem Lota Sofa und Auch der DayBed Liege. Sowohl die Stehlampe Tubelight als auch der Beistelltisch E-1027 wurden während der Arbeiten in Roquebrune produziert. Grays Adjusstable Table E 1027 ist wohl einer ihrer bedeutensten Werke geworden. Eileen Gray wurde in Irland geboren. Sie entstammte einer wohlhabenden Künstlerfamilie und begann ihr Studium 1898 an der Slade School of Fine Arts. 1902 ging Eileen Gray nach Frankreich und studierte Malerei an der Académie Colarossi und der Académie Julian in Paris. Später ließ sie sich von dem Japaner Sougawara in japanischer Lackkunst unterrichten. Während des ersten Weltkriegs hielt sie sich fast ununterbrochen in London auf und kehrte erst 1918 nach Paris zurück. Bis 1919 arbeitete sie als freie Möbelentwerferin, dannach als Innenarchitektin. 1922 eröffnete sie die Galerie Jean Désert als Schaufenster für ihre eigenen Entwürfe. J.J.P. und Walter Gropius veröffentlichten eine begeisterte Rezension ihres Monte-Carlo-Zimmers. Ab 1926 arbeitete sie ausschließlich als Innenarchitektin und stellte einige ihrer Projekte in Le Corbusiers Pavillon auf der Pariser Weltausstellung von 1937 vor.
Neben dem LC2 Sessel von Le Corbusier ist der Sessel Barcelona von Mies van der Rohe eines der wichtigsten Möbelstücke unter den Modernen Klassikern. Mies v.d. Rohe wurde 1928 gebeten, den deutschen Pavillon für die spanische Weltausstellung im Folgejahr samt Einrichtungsinventar zu entwerfen. Der Pavillon sollte Schauplatz der Eröffnungszeremonie werden, abgehalten vom spanischen Königspaar. Er schuf als königliches Gestühl zwei schlichte Barcelona Sessel; die formgleichen Barcelona Hocker sollten den Eröffnungsgästen als Sitzgelegenheit dienen. Nach Aussage von Mies van der Rohe hatte das Paar jedoch nicht einmal Zeit, kurz Platz zu nehmen. Der Barcelona-Sessel ist ein Meisterwerk Mies van der Rohe und entspricht ganz und gar seinem einzigartigen und ausdrucksstarken Designkonzept: die einfache, klare Linienführung des X-Gestells ist verbunden mit einer formstarken, rechtwinkligen Lederauflage, aufgesetzt auf stabile Kernleder-Bänder. Mies von der Rohe legte extemsten Wert auf die Exklusivität u. Authentizität seiner Möbelstücke: in kostenaufwändiger Handarbeit hergestellt, waren sie für bestimmte Plätze innerhalb der von ihm konzipierten Wohnräume entworfen, von welchen sie nicht verschoben werden sollten. Auch im Falle des Barcelona Sessel sprach sich Mies van der Rohe ausdrücklich gegen eine Serienproduktion aus; deshalb wurden die ersten Exemplare dieser Sessel mit großem technischen Aufwand und enorm hohen Kosten als Einzelstücke hergestellt.