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Ein Fragment aus dem Leben von...



Le Corbusier
(eigentlich Charles-Édouard Jeanneret-Gris, *6. Oktober 1887 in La Chaux-de-Fonds im Schweizer Kanton Neuenburg; † 27. August 1965 in Roquebrune-Cap-Martin bei Monaco;) schweizerisch-französischer Architekt, Architekturtheoretiker, Stadtplaner, Maler, Zeichner, Bildhauer und Möbeldesigner.

Le Corbusier war einer der bedeutendsten und einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts, dessen neue Ideen aber auch Kontroversen auslösten und teilweise bis heute umstritten sind.
Er begann im Jahr 1900 eine Lehre zum Gravierer und Ziseleur in der Kunstgewerbeschule École d’Art in La Chaux-de-Fonds, wandte sich dann aber der Malerei und der Architektur zu.


Reisen bildet...

Seit 1907 unternahm Le Corbusier diverse Reisen, die ihn nach Mailand, Florenz, Siena, Bologna, Padua und Venedig, weiter nach Budapest und Wien führten.
Im März 1908 reiste er zum ersten Mal nach Paris
Im Auftrag seiner Schule École d’Art reiste er 1910 nach Deutschland, um die dortige Kunstgewerbebewegung (Deutscher Werkbund, Deutsche Werkstätten) zu studieren.
1911 unternahm er eine weitere Studienreise, die ihn von Wien donauabwärts nach Budapest, Rumänien, in die Türkei, nach Griechenland und wieder nach Italien in die Städte Neapel, Pompeji, Rom und Florenz führte.

1917 verlegte 1917 Wohnsitz und Arbeitsmittelpunkt nach Paris.

1928 reiste er nach Moskau, wo er nach dem Gewinn eines internationalen Wettbewerbs den Auftrag zum Bau des Gebäudes für den Zentralverband der Konsumgenossenschaften der Sowjetunion (Zentrosojus) erhielt.

Inspiration ist alles...

1929 ging er auf seine erste Südamerikareise und hielt dort Vorträge über Architektur. In São Paulo hatte er Josephine Baker auftreten sehen. Dieser Auftritt beeindruckte ihn derart, dass er ihr an Bord des Schiffes Giulio Cesare folgte. Dort sang sie in der Kabine von Le Corbusier, der sie nackt zeichnete. In Folge dieses inspirierenden Erlebnisses forderte er daraufhin neue Bauten aus dem Geiste ihres Tanzes und entwarf aufgrund dieser Begegnung die „Villa Savoye“. Im Herbstsalon des selben Jahres stellten er, Pierre Jeanneret und die Designerin Charlotte Perriand (1903–1999) erstmals gemeinsame Möbelentwürfe aus.
Diese werden als Designermöbel bis heute hergestellt und unter der Bezeichnung Lc1, Lc2, Lc3, Lc4, Lc6, Lc7 und Lc10 vertrieben.
Das markanteste und bekannteste Modell dieser Reihe ist vermutlich die Chaiselongue LC4.

Ob Josephine sich auch nackt darauf räkelnd von Le Corbusier zeichnen ließ?...